
Die Technik des Brunnenbaus
Brunnenbau in Brasilien
Dieses Video zeigt sehr gut wie ein Brunnen gebaut wird. [Dauer: 5 Minuten]
Nachfolgend sehen Sie in einer Zeichnung (andeutungsweise) Vorgang und technische Ausrüstung, die wir beim Bohren nach Wasser verwenden.
(Am Ende der Seite finden Sie einen Downloadlink, der den Plan vergrößert darstellt. Achten Sie auf die Lupe statt dem Mauszeiger!)
Im folgenden will ich Ihnen der Reihe nach erklären, wie man mit der von uns verwendeten Methode zur Quelle gelangen kann:
1 zeigt den 2 PS-Elektromotor, auf dessen Welle eine kleine Keilriemenscheibe sitzt, die über einen Keilriemen eine große Keilriemenscheibe antreibt und dadurch die Umdrehungszahl der Welle (Motorspindel) auf 200 U/min reduziert und so das Drehmoment (Kraft für die Drehungsbewegung) des Bohrers deutlich erhöht. 2 ist ein Notstromaggregat zum Antrieb des Elektromotors und gleichzeitig der Schmutzwasserpumpe ( 7 ) 3 zeigt eine der zwei Haltestangen (eine pro Personen) an. Die Arbeiter müssen das Gerät nur senkrecht in die Erde halten, bei Widerstand (steinige Schicht) etwas andrücken und in der Sandschicht leicht aufheben, damit (durch das Gewicht des Geräts) die senkrechte Vorwärtsbewegung des Bohrkopfes nicht zu rasch erfolgt. Die aufgebohrte Erde, der aufgebohrte Schotter und die zerriebenen Steine müssen mit dem Spülwasser zutage geschwemmt werden. Das Wasser-Sand-Verhältnis muß stimmen, sodaß das abgetragene Material flüssig bleibt und nicht zu dickflüssig wird, weil es dann nicht mehr gepumpt werden könnte. 4 stellt den Wasserkreislauf während des gesamten Bohrvorganges dar. Die Fließrichtung des Wassers ist mit Pfeilen markiert. Die Arbeit beginnt mit dem Errichten der zwei kleinen Gruben, dargestellt mit 7 und 8, von denen jede ein Volumen von ca. 200 Liter haben sollte. Die erste Grube dient dazu, dass sich die aus dem Bohrloch mitherausgeschwemmten Feststoffe (Sand und Erde) absetzen können, während der wässrige Anteil des Gemisches in Fluss gehalten wird. Der reinere Teil fließt durch ein kleines Rinnsal weiter in die Grube 7 . Dort befindet sich die Schmutzwasserpumpe, die während des Bohrens ständig eingeschaltet bleibt und das gereinigte Wasser durch den Wasserschlauch wieder ins Bohrrohr zum Bohrer 5 pumpt, damit dieser wiederum gekühlt und vom neuaufgebohrten Sand (und Stein) freigewaschen wird. 5 ist der (auf die Bohrwelle) aufgeschraubte Bohrer. Davon habe ich welche mit verschiedenen Durchmessern, von 80 bis 200 mm. Bei diesem Lochdurchmesser kann man schon ein Plastikrohr oder auch sogar ein Metallrohr in die Bohrung (das Erdloch) einschieben, und so ein Zufallen der Bohrung mit dem Sand aus der Wand des Bohrloches verhindern. So kann man sicher sein, dass die Brunnenpumpe später, wenn der Brunnen fertig ist, reines Wasser heraufpumpen wird. 6: Irgendwo zwischen 8 und 40 Metern Tiefe befindet sich die wasserführende Sand- oder Schotterschicht (Quelle), die wir anbohren. Bis dorthin setzen wir auch das 125 mm- oder 150 mm-Durchmesser große Rohr, das unten, auf einer Länge von 1-2 Metern mit vielen 4mm großen Löchern versehen wird und dadurch das Quellwasser zur Brunnenpumpe ins Innere des Rohres fließen lässt. An diese Stelle setzt man die eletrische Pumpe hinein und schließt sie ans Netz. Alternativ zur elektrischen Variante haben wir auch eine selbstentwickelte mechanische Pumpe, sowie zwei Modelle eines oberirdischen Hebelmechanismus. Siehe Bildergalerie (Die Technik). Skizzen dieser Teile habe ich auch.
Titel der Datei: Brunnenbohrschema (Zeichnung) |