Brief einer Siedlung

Eine Siedlung mit 9 Familien hat uns folgenden Brief geschrieben:

 

An den Verein für Brunnen und Hilfsprojekte

Sehr geehrte Damen und Herren,

Durch die jüngste Dürre, die uns heimgesucht hat, kamen wir in eine bedrohliche und bedauerliche Situation. Aufgrund des fehlenden Wassers sind wir in unbeschreibliche Not geraten. Die landwirtschaftlichen Erträge und die Tierhaltung, die uns am Leben erhalten, haben sehr stark unter der Dürre gelitten. Es fehlte das Essen auf unseren Tischen und das Wasser in unseren Krügen.

Was uns blieb, war das schmutzige Wasser aus den Tümpeln, das wir mit unseren Tieren, die so wie wir unter dem Durst litten, teilten, um zu überleben.

Es bestand große Gefahr an dem verschmutzten Wasser zu erkranken und wir sind froh, dass wir dies überlebt haben, zumal dies bislang unsere einzige Möglichkeit war.

Ohne die Errichtung der Mini-Brunnen müssten wir, auf der Suche nach Wasser, in Stadtgebiete auswandern oder sogar in Waldregionen, wobei wir dann wiederum der Umwelt schaden müssten, beim Versuch neue Lebensräume zu erschließen.

Wir freuen uns, dass es Personen gibt wie Sie mit einem guten Herzen, die unser Leid verstehen und konkrete Aktionen setzen, die wir alleine nicht verwirklichen könnten. Durch die Bohrungen der Mini-Brunnen bekommen wir unsere Menschenwürde zurück, Brot auf unseren Tisch und Futter für das Vieh.

Die Landwirtschaft entwickelt sich wieder und die Lust zu arbeiten wird wieder geweckt. Ich kann gar nicht ausdrücken, was das für jeden von uns bedeutet und im Namen der gesamten Gemeinschaft bedanke ich mich sehr bei jedem, der seinen Schweiß vergossen hat und vergießt, damit all das ermöglicht wird.

Wir bedanken uns unendlich, dass uns all das ermöglicht wird und wir neuen Lebensmut schöpfen dürfen.

Im Namen aller, unendlich vielen Dank!

 

Original auf Portugiesisch:

Brief